Montag, 11. November 2019

„Noches de España“

Adventskonzerte 2019

Die Konzertreihe in spanischer Manier verspricht iberisches Temperament, vom Flamenco inspirierte Gitarrenmusik, südländisches Flair und tanzende Rhythmen. Mit dem Begriff spanische Musik verbindet sich dieser „besondere Klang“, die andalusischen Stimmungen, die uns – wie in der Zarabanda Lejana - aus der Ferne der Sehnsuchts-Destination erreichen und anziehen. Spanische Musik ist (fast) immer poetisch: in ihren programmatischen Tonmalereien knüpft sie dort an, wo die Poesie - auch in der Sprache der Dichter - eben genau das meint: nämlich das Gefühlsbetonte, das Bildhafte, Sich-demWort-Entziehende. Die Werke erzählen von spanischen Gärten (Concierto de Aranjuez), von einem befleckten maurischen Tuch („El paño moruno“ aus den Canciones populares españolas), vom Tanz des Müllers (Danza del Molinero). In fliessenden Übergängen wechselt das Programm vom Melancholischen hin zum Virtuosen: Lalos Symphonie Espagnole und Sarasates Zigeunerweisen sind schönste Beispiele romantischer Geigenkunst. Und dann schliesslich darf sie natürlich keinesfalls fehlen, La Diva schlechthin, die Carmen! Sie verkörpert das Dramatische wie niemand, in keinem anderen Stück findet das typisch Heissblütige so dicht Ausdruck wie in der spanischen Nationaloper.    Erwartet werden darf mit alledem ein Abend spanischer Highlights, die allesamt zu den populärsten Werken der jüngeren Musikgeschichte zählen und durch berührende solistische Virtuosität zum Strahlen gebracht werden.

Die Solisten

Jens Lohmann, Violine

Studiert nach der Matura Violine bei Aida Stucki in Winterthur und Yfrah Neaman an der Guildhall School London. Weitere Studien in Dirigieren (Luzern), Musikwissenschaften und Philosophie (Freiburg) erweitern seine musikalischen Horizonte ebenso wie die intensive Beschäftigung mit Neuer Musik. 1989 gewinnt er den Ersten Preis beim Schweizer Hochschulwettbewerb (Rahn-Wettbewerb), 1991 eine Medaille beim Wettbewerb des Italienischen Fernsehens RAI zum Mozart-Jahr, im gleichen Jahr wird er mit dem Solistendiplom ausgezeichnet. Seither macht er zahlreiche Einspielungen für Rundfunk, Fernsehen und auf CD. Als Solist (u.a. mit dem English Chamber Orchestra), GastKonzertmeister (u.a. dem Züricher Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester, der Camerata Schweiz), Kammermusiker (u.a. mit dem Schweizer Oktett) und regelmässiger Gast des Zürcher Tonhalle-Orchesters konzertiert er in den meisten Ländern Europas sowie in Afrika und Asien. Seit 1991 unterrichtet er in Zürich an Konservatorium (heute: MKZ) und der Hochschule ZHdK (Nebenfach). Ausserdem engagiert er sich als Pädagoge regelmässig in Wettbewerbs-Jurys sowie als Dozent bei zahlreichen Kursen. 1999 gründet er Stringendo (www.stringendo.ch), das er seither ebenso künstlerisch leitet wie das 2006 von ihm initiierte Klassik-Festival Herbst in der Helferei.

Lazhar Cherouana, Gitarre

In Vienne (Frankreich) geboren und erhält er bereits mit 6 Jahren seinen ersten Musikunterricht an der städtischen Musikschule bei dem Professor Raphaël Vaccaro. Bereits mit dreizehn beginnt er in Lyon am Bundeskonservatorium Gitarre zu studieren und schliesst sein Studium beim peruanischen Professor Jesus Castro-Balbi mit der Medaille d’Or à l'Unanimité ab. Ab 2006 setzt er sein Studium am königlichen HochschulMusikkonser-vatorium Madrid beim Professor Miguel Trapaga fort, wo er das Interpretationsdiplom mit Matricula de Honor bekommt. Ab 2009 besucht er regelmässig die Professoren Eliot Fisk und Marco Tamayo in Österreich. Zusätzlich bekommt er regelmässige Ratschläge des berühmten Solists Judicaël Perroy in Paris. Er gewinnt zahlreiche erste Preise bei Wettbewerben wie: Villa de Petrer, Sevilla, Fiuggi, Lions clubs, Llerena und Alessandria.Er pflegt weltweit eine rege Konzerttätigkeit und ist oft in Universitäten, Konservatorien und Festivals eingeladen, um Meisterklassen und Konzerte abzuhalten. Er spielt in bekannten Konzertsälen wie Châtelet (Paris), Sala Conde Duque (Madrid), Bolivar Hall (London), Hermitage Theater (Skt. Petersburg) und Carnegie Hall (New York). Auch hat er diverse Aufnahmen fürs französische, spanische und brasilianische Fernsehen gemacht, sowie folgende 3 CDs eingespielt: "Récital" beim Label Intégral Classique und "Soirée dans Grenade" beim Label Iberia Classic” und eine in der Reihen “Guitar Winners” bei Naxos hat er bereits eingespielt. Seit 2016 unterrichtet er Teilzeit am Konservatorium Zürich - MKZ. Mehr unter lazharcherouana.com

Julia Weber, Sopran

Beginnt ihre Gesangsausbildung schon in ihrer Schulzeit bei Andreas J. Baumberger in Zürich. 2019 schliesst sie ihr Bachelorstudium an der Musik- und Kunstuniversität in Wien bei KS Linda Watson erfolgreich ab. Zur Zeit absolviert sie ihr Masterstudium an der Zürcher Hochschule der Künste bei Markus Eiche. Meisterkurse bei Gerhard Kahry und Angelika Kirchschlager ergänzen ihre Ausbildung. Seit Februar 2015 ist sie Mitglied des Jungen Musiktheaters Zürich, wo sie die Hauptrolle in Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel Bastien und Bastienne sang oder den Part der Despina in Mozarts Così fan tutte einstudierte. Weitere solistische Erfahrungen sammelte sie bei Konzerten mit der Kantorei St. Peter in Zürich, dem Jugendchor Zürich in der Tonhalle Zürich und bei diversen szenischen Projekten in Zürich und Wien. In Wien widmete sie sich schon mehreren Opernprojekten. Sie verkörperte die Dardanea in C.W. Glucks Die Pilger von Mekka, die Zaide und die Frau Herz in der Oper Der Schauspieldirektor probt Zaide von W. A. Mozart und die Marguerite in Der Opernball von R. Heuberger. Als Konzertsängerin ist sie in verschiedenen Oratorien zu hören. Zuletzt übernahm sie die Sopranpartien im Paulus von F.B. Mendelssohn in der Tonhalle Maag und in Bachs Johannespassion in Schaffhausen. Beides unter der Leitung von Kurt Müller Klusman.

Nicolàs Vidoni, Violine

Wird am 2.9.2000 in der Provinz Buenos Aires geboren. Im Alter von vier Jahren erhält er bereits den ersten Violinunterricht am Konservatorium Winterthur bei Martin Bauder. 2009 geniesst er für einige Wochen intensiven und täglichen Unterricht beim renommierten ukrainischen Geiger Gregory Nedobora. Seit Herbst 2010 ist er an der Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) Schüler von Jens Lohmann und nimmt auch regelmäßig an Kammermusikkursen in Arosa teil, dank welchen er seinen Horizont in Interpretationskunst laufend massgeblich erweitert. Nicolas Vidoni erhält in den Jahren 2009 bis 2016 an den Schweizer Jugendmusik Solo-Wettbewerben zahlreiche erste Preise mit Auszeichnung. Diverse solistische Konzerte mit Orchester, unter anderem auch mit dem Stadtorchester Winterthur unter der Leitung von Douglas Boyd, sind mittlerweile ebenfalls fester Bestandteil seines musikalischen Wirkens.